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UK: Was bringt es (… meinen Monitor auszuschalten)?

Ein Mitarbeiter fragte uns, das Energieteam vom Kartellamt in Telford, ob es wirklich lohnt den Monitor auszuschalten, wenn man seinen Arbeitsplatz nur für kurze Zeit verlässt. Während eines Arbeitstages sind wir mal drei Minuten nicht an unserem Rechner, mal zehn Minuten oder auch mal eine Stunde. Schalte ich meinen Monitor nicht aus, häuft sich der unnötige Energieverbrauch. Andererseits sind Monitore ja bereits ziemlich energieeffizient. Lohnt sich das An- und Ausschalten also wirklich?

Das Energieteam hat nachgerechnet und hier „Trommelwirbel“ kommen die Ergebnisse:

Es lohnt sich nicht wirklich … wenn es nur um einen Monitor geht.

Im Standby-Modus verbrauchen unsere Dell-Monitore nur 1 Watt. Der Energieverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. 1 kWh ist gleich der Menge an Energie, die Sie verwenden würden, wenn ein 1.000-Watt-Gerät für eine Stunde läuft. Um eine grobe Idee zu bekommen was das heißt, hier ein paar Beispiele für Aktivitäten, die ca. 1kWh Strom verbrauchen:

  • Eine Waschladung in der Waschmaschine waschen
  • 15 Hemden bügeln
  • Eine Stromsparlampe 90 Stunden brennen lassen
  • 7 Stunden fernsehen

Einer unserer Monitore müsste für 1.000 Stunden (ca. 41,5 Tage) auf Standby laufen, um 1 kWh Energie zu verbrauchen. Der Energieverbrauch ist also wirklich nicht sehr hoch. Aber in unserem Büro gibt es nicht nur einen Monitor. In unserem Büro in Telford sind 490 Monitore im Einsatz. Laufen diese alle im Standby-Modus verbrauchen sie 1 kWh Strom in 2 Stunden. Unser Büro in Telford ist eher klein. Insgesamt sind in unserem britischen Kartellamt 4.500 MitarbeiterInnen beschäftigt und ca. 9.000 Monitore im Einsatz. Diese Monitore zusammen erreichen den 1 kWh-Verbrauch im Stand-by-Modus schon bereits nach 7 Minuten. Und auch das Kartellamt in Großbritannien ist nur ein kleiner Teil aller Büros hier im Land. Man kann sich ausrechnen, wie schnell der Energieverbrauch für alle Monitore (die nicht ausgeschaltet werden) für das ganze Land ansteigt. Und wie sieht es dann mit allen Monitoren weltweit aus, die evtl. auch nicht alle so energieeffizient sind wie unsere?

Das Ergebnis untermauert die Botschaft des save@work-Projekts: Unsere kleinen Schritte können zusammen eine großen positiven Einfluss haben und wirklich einen Unterschied machen. Schalten wir unsere Monitore nur in unserem Haus aus, wenn wir sie nicht nutzen, ist der Einfluss auf unsere Einsparungen überschaubar. Das ist jedoch nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass je mehr Leute die unterschiedlichsten Einsparpraktiken als normale Handlungsroutinen aufnehmen, desto größer wird der Einfluss sein. Und das zählt nicht nur fürs Büro, unsere neuen Gewohnheiten können wir auch zu Hause übernehmen. Die durchschnittlichen Stromkosten in Großbritannien liegen zwischen 11 und 14 Pence pro kWh. Reden wir von Einsparungen zwischen 1 und 2 kWh ist das Ergebnis nicht hoch, aber auch hier gilt wieder: In der Summe kommt einiges zusammen.

Worauf es ankommt: Laufen Geräte im Standby-Modus, dann verbrauchen sie Strom, egal wie wenig. Sind die Geräte ausgeschaltet, verbrauchen sie keinen Strom. Zusammen reduzieren wir CO2-Emissionen und Kosten – das bringt was!

Dave Bailey, Mitglied des save@work Enerigeteams (Telford Land Registry), England

standby man

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