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Belgien: Der Mensch - ein Gewohnheitstier

Unser Verhalten zu ändern fällt uns nicht leicht – wir sind Gewohnheitstiere, die nur ungerne mit ihren Angewohnheiten brechen. Gemäß der Triandis Theorie haben nicht nur unsere Angewohnheiten, sondern auch soziale Faktoren und Emotionen einen wichtigen Einfluss auf unser Verhalten im Büro. 

Das save@work-Team in Belgien lud deshalb einen Redner ein, um zu lernen, wie man Verhalten mit diesen vier einfachen Prinzipien beeinflussen kann: Einfach, Attraktiv, Sozial und Zeitgerecht (EASZ). Fünf Monate später sind wir gespannt auf die Ergebnisse: Wie haben die belgischen Energieteams diese Theorie in die Praxis umgesetzt?

Einfach

Wir wissen, dass kleine, scheinbar irrelevante Details eine Aufgabe schwieriger machen können und bei unserer Entscheidung, ob wir etwas jetzt, später oder gar nicht tun, eine wichtige Rolle spielen. Wenn Sie wollen, dass Hundebesitzer „das Geschäft“ ihrer Hunde wegräumen, reicht es nicht, nur ein Schild aufzustellen: Kleine, neben dem Schild aufgehängte Müllbeutel machen es viel einfacher, die Besitzer zu überzeugen.
Wir sollten also nach Wege suchen, die es jemanden einfacher machen, z. B. gesünder zu leben, pünktlich anzukommen oder….Energie zu sparen. Das Energieteam in Liedekerke, Belgien, hat ein Handbuch erstellt, um Kollegen dabei zu unterstützen, die Einstellung ihrer Rechner auf eine energieeffiziente Nutzung umzustellen.

Attraktiv

Zwei Dinge machen eine Aktion interessanter: Aufmerksamkeit auf die Aktion zu lenken und die Aktion selbst attraktiver zu machen. Menschen übernehmen eine Aufgabe eher, wenn es einen Anreiz gibt. Sie müssen etwas aus dem Aufgabe für sich herausholen können und ein positiveres Selbstbild bekommen. Sich gut zu fühlen oder darstellen zu können, kann ein starker Anreiz für die Teilnahme an Aktionen sein.

Im Gebäude in Leuven, zum Beispiel, werden Gewinner von kleinen Wettbewerben im Online-Blog vorgestellt und bekommen dazu ein kleines Geschenk. Dadurch erhalten sie auch positive Aufmerksamkeit.

Sozial

Menschen sind soziale Tiere. Wir sind stark von den Ansichten und Aktionen unseres Umfelds beeinflusst. Wenn wir wissen, dass andere Haushalte in unserem Haus weniger Energie verbrauchen, reduzieren auch wir unseren Energieverbrauch. Es ist wahrscheinlicher, dass wir die Treppe statt den Aufzug nehmen, wenn unsere Kollegen das Gleiche tun.
Das Energieteam in Asse, Belgien schätzt das starke Engagement der Mitarbeiter und der Ratsherren sehr. Die gemeinsamen Bemühungen von unten nach oben sowie von oben nach unten erzielen die meisten und besten Ergebnisse, da sie alle Kolleginnen und Kollegen einbeziehen, um das Gebäude energieeffizienter zu machen. In der Stadt Diest drehte das Energieteam ein Video über seine Kampagne (siehe unten). Mit ihrer positiven "Wir können das gemeinsam tun"- Einstellung haben sie ihre Kolleginnen und Kollegen inspiriert und in die Kampagne einbezogen.

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Zeitgerecht

Wenn Sie möchten, dass jemand sein Verhalten ändert, sollten Sie diese Person zur richtigen Zeit und am richtigen Ort erreichen.
Das Energieteam in Leuven organisierte eine Aufzug-freie Woche, in der sie die Aufzüge mit verschiedenen Bildern dekorierte (siehe Foto). Durch diese zeitlich gut abgestimmte Aktion mussten die Kolleginnen und Kollegen zweimal nachdenken (und gucken), wenn sie den Aufzug nehmen wollten. Ein weiterer „zeitgerechter Vorschlag“ ist es, ein Plakat mit dem Spruch: "Energie und Kalorien sparen? Die Treppe nehmen!" neben dem Aufzug aufzustellen. Stellen Sie das Schild nicht neben die Treppe, hier haben sich fast alle bereits entschieden, die Treppe zu nehmen.

August EU blog

Diese Beispiele zeigen wie das EASZ-Prinzip uns helfen kann, eine gute, motivierende Kampagne aufzubauen. Eine Kampagne, die Menschen in der richtigen Weise zur richtigen Zeit und an dem richtigen Ort erreicht. Falls Sie mehr über EASZ erfahren möchten, können Sie diesen Bericht (auf Englisch) lesen. 

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